Ich hab da so ein Gefühl …

Zunächst mal – Herzlichen Glückwunsch!

Jetzt mal ernsthaft, die Tatsache, dass Du Gefühle empfindest bedeutet immerhin schon mal, dass Du lebst. Und hey, darauf lässt sich doch schon mal ziemlich gut aufbauen oder was meinst Du?

Im letzten Post (https://rummelimkopf.com/2021/03/23/es-war-einmal/) habe ich Dir verraten wie es mir geht, was mich beschäftigt und was das mit mir macht. Vielleicht hast Du das Gleiche für Dich getan. In diesem Fall: Danke für Deine Offenheit! Im nächsten Schritt kommen wir der Sache noch ein ganzes Stück weiter auf die Spur.

Falls Du Dir Deine Zeilen noch nicht weiter angesehen hast oder ein bisschen Zeit, seitdem Du sie geschrieben hast, vergangen ist, mach es Dir gemütlich, kuschle Dich ein, nimm Dir eine Tasse Tee oder was immer Du brauchst, um Dich rundum wohlzufühlen. Genau jetzt ist der richtige Moment sie Dir noch einmal vor Augen zu führen und in Dich hineinzufühlen.

Wenn Du Deine Geschichte gelesen hast, Wort für Wort, was macht das mit Dir?

Schließ gern auch einmal Deine Augen, atme tief ein und aus und entspanne Dich dabei mehr und mehr. Denk zurück an Deine Situation, begib Dich mental in den Moment und nimm mit jedem Atemzug wahr was in Dir vorgeht.

Wenn es Dir leichter fällt, stell Dir vor wie Du Dich selbst beobachtest und betrachte die Situation in aller Ruhe von außen, immer in dem Bewusstsein völliger Sicherheit, dass Du liegst oder sitzt wo Du dich wohlfühlst, wo es Dir gut geht und dass Du jederzeit Deine Augen öffnen kannst.

Nimm Dich und Deine Umgebung mit all Deinen Sinnen wahr. Auch ich habe mir das zur Aufgabe gemacht, meine Situation noch einmal aus allen Blickwinkeln betrachtet und mich mit all meinen Emotionen auseinandergesetzt. Welche Emotionen das waren, will ich Dir hier erzählen:

Wut
Aggression
Unruhe
Liebe
Dankbarkeit
Angst
Hilflosigkeit
Traurigkeit
Einsamkeit
Verzweiflung
Enttäuschung
Stolz
Befreiung
Schwäche
Stärke
Melancholie
Machtlosigkeit
Mut

Mit Emotionen ist das so eine Sache. Wir haben viele davon. Unzählige. Vorausgesetzt wir lassen sie zu. Und jede einzelne von ihnen ist (ein) Teil von uns.

Im NLP (Neuro Linguistisches Programmieren) findest Du das sogenannte Teile-Modell. Dieses Modell lebt von genau dieser Annahme, nämlich dass Du aus mehreren Teilpersönlichkeiten bestehst. Jeder Bestandteil für sich ist großartig und möchte nur das allerbeste für Dich. Problematisch wird es nur dann, wenn die unterschiedlichen Teile miteinander in Konflikt geraten. Alle mit dem Grundgedanken, dass es Dir gut geht, in der jeweiligen Umsetzung oftmals aber sehr unterschiedlich und manchmal sehr konträr agierend.

Um etwas mehr Klarheit in Deine Gefühlswelt zu bringen, setze Dich nun mit jedem Emotionsteil etwas näher auseinander.

Die Aufsplittung Deiner Emotionen ermöglicht es Dir die Ursache hinter dem Symptom ausfindig zu machen und zu verstehen, welche Gefühle wirklich hinter Deinen Emotionen stecken.
Dafür teilst Du sie auf in die vier übergeordneten Grundgefühle: Wut, Traurigkeit, Freude und Angst.

Was Deine Gefühle angeht verhält es sich im Übrigen wie mit den Emotionsteilen. In Konflikt unverantwortlich sind sie in Reinform wiederum der absolute Hammer!

Jetzt fragst Du Dich vielleicht was an Wut, Traurigkeit oder Angst hammermäßig sein soll? Dazu vielleicht ein anderes Mal mehr.

Fakt ist, in Reinform kannst Du mit Deinen Gefühlen Welten bewegen!

Hier aber noch einmal was passiert, wenn sie sich vermischen. Anhand einer weiteren Grafik möchte ich Dir das Ganze näherbringen:

  1. Wenn Wut und Traurigkeit sich vermischen kann dies beispielsweise in Depressionen münden.
  2. Traurigkeit gepaart mit Angst kann zu Verzweiflung und/oder Einsamkeit führen.
  3. Freude und Angst können in Verbindung Leichtsinn hervorrufen.
  4. Wenn Wut und Freude ihre Wege kreuzen, kann daraus Schadenfreude entstehen.

Die Bandbreite an Gefühlcocktails (und daraus entstehenden Emotionen) ist schier unendlich. Je mehr Gefühle sich miteinander vermischen desto schwieriger lassen sie sich für uns trennen und im Einzelnen betrachten. Überforderung stellt sich ein. Sprachlich bezeichnen wir so etwas oftmals als gefühlte Leere, das alles „irgendwie wirr“ ist oder äußern Sätze wie „Ich kann grad einfach keinen klaren Gedanken fassen.“. Im schlimmsten Fall ist die Folge das, aus dem Arbeitskontext bekannte, Burnout bzw. der psychologische Zusammenbruch.

Genau deshalb ist es so wichtig, dass Du Dir Deiner Gefühle bewusst bist und verantwortungsvoll mit ihnen haushaltest.
Dafür solltest du die einzelnen Gefühle aber für Dich erstmal definieren.

Ich möchte Dir an dieser Stelle erzählen, wie ich das im Bezug auf meine Situation gemacht habe:

In mir tobt ein Sturm! Wenn Liebe so laut ist, dass am Ende nur noch Taubheit bleibt…


WUT – auf Dich

Du bist einfach weggegangen! Du hast mich allein zurückgelassen! Ich bin Dir egal! Wir sind Dir egal! Du bist so egoistisch! Die ganze Zeit über war ich für Dich da, damit wir sein können! Ich hab einfach alles getan! Habe so sehr gekämpft! Ich hab alles in meiner Macht stehende getan, damit es Dir gut geht, damit Du glücklich sein kannst, damit WIR (wieder) glücklich sein können!


WUT – auf mich

Wieso hab ich mir selbst so lange nicht zugehört? Weshalb war ich mir selbst nicht wichtig genug? Wieso konnte ich Dich nicht retten? Wieso konnte ich nicht der Schlüssel zu Deinem Glück sein? Und warum war ich so lange unfähig, dass zu erkennen? Wieso nur hab ich mir selbst dieses Glück nicht gegönnt?


TRAURIGKEIT

Mein Herz weint. Ich bin so unendlich traurig und weiß nicht wohin mit all meinen Tränen. Ich bin traurig darüber meinen besten Freund zu verlieren, meinen Mann, meinen Seelenpartner. Ich bin traurig Dich vielleicht nie wiederzusehen und traurig über die Angst es vielleicht doch zu tun.

Ich traure darum nicht Dein Glück zu bedeuten, um all die wunderbaren Momente und ich trauere um uns. Das was wir waren, das was wir sind und was wir immer sein wollten. Ich trauere darum, dass ich Dich liebe, darum dass Du mich liebst und dass Liebe, egal wie stark sie auch sein mag, manchmal einfach nicht reicht.


ANGST – um Dich

Mein Geist ist starr vor Angst. Wirst Du Dein Glück finden? Entscheidest Du Dich für das Leben? Bist Du stark genug, um gegen Deine Dämonen anzukämpfen?

Ich weiß nicht wie es Dir geht und ich hab Angst davor es zu erfahren.

Wer zeigt Dir jetzt wie viel Schönheit in den kleinsten Dingen steckt? Was wenn Du sie selbst nicht erkennen kannst? Ich hab Angst, dass Du Dich allein fühlst, Angst dass Du allein sein beschließt, Angst dass Du niemanden mehr an Dich ranlässt.

Ich hab Angst, dass Du von Leben enttäuscht wirst und ich hab Angst, dass ich dazu beitrage.


ANGST – um mich

Du hast mir so viele Dinge gegeben und mich so viel gelehrt. Ich weiß nicht, ob ich all das ohne Dich schaffe. Was wenn ich alles wieder vergesse? Ich hab solche Angst mich selbst zu vergessen! Und Dich! Was wenn all die Kraft, all mein Leuchten mit Dir verschwindet? Was wenn ich es nie wiederfinde?

Ich hab solche Angst, dass wir nicht glücklich werden und ich hasse mich dafür noch mehr Angst davor zu haben Dich glücklich zu sehen. Mit anzusehen wie Dir all das Gute zu Teil wird, das Du verdienst.


FREUDE

Ich liebe Dich! Ich liebe Dich und mich und alles was wir haben! Ich liebe das Band zwischen uns, jedes Lächeln und jede Träne. Das was wir haben und was wir uns all die Jahre gegeben haben kann ich mit Worten nicht beschreiben. Ich verspüre so viel Dankbarkeit für all die Prüfungen, all die wunderschönen Momente und die unzähligen Erinnerungen, die ich auf ewig im Herzen trage. Für mich ist deutlich geworden, dass Liebe so viel mehr ist als füreinander da zu sein. Sie ist fliegen zu können, dank guter Gedanken, sie ist Lachen, bis das Dir der Bauch wehtut und Sie ist Leben. Lebensfreude. Freude darüber, dass es dem anderen gut geht. Ich freu mich so sehr für Dich, dass Du die Chance nutzt Dein Leben zu leben. Darüber, dass Du die Möglichkeit nutzt Dein Glück zu finden und darauf den schelmischen Blick des fröhlichen unbeschwerten Lausbuben wieder in Deinen Augen aufflammen zusehen.

Außerdem bin ich aufgeregt die Welt mit neuen Augen zu bewundern, mehr meiner Intuition zu lauschen und meinem Bauchgefühl zu folgen. Ich freu mich darauf die Welt zu entdecken, Freundschaften zu knüpfen und einfach zu tun was mir geradewegs in den Kopf kommt.

Ich freu mich, dass wir einander immer haben werden.

Ich freu mich, dass wir Liebe leben!

Ich freu mich so sehr über uns!

Trau Dich ruhig Deine Gefühle etwas näher zu betrachten, höre in Dich hinein und spüre sie so gut es geht nach. Alle Gefühle in Ihrer Gesamtheit sind absolut okay, sie sind in erster Linie einfach nur da.
Erkenne sie als Dir zugehörig an und heiße sie willkommen, dankbar dafür, dass Du so viel empfinden darfst und vor allem in der Gewissheit, dass jedes Gefühl und jede daraus entstehende Emotion etwas Gutes für Dich bewirken möchten.

Es war einmal …

„Irgendwie geht’s mir gut
Und wir schaffen das schon
Weil ich’s nur so kenn‘
Zwischen Morgen und Moment
Frag mich wie’s mir geht
Ich sag‘ okay, okay“

Randale & Hurra; Querbeat

Ist Dir der Ausdruck „Floskel“ ein Begriff? Laut Duden bedeutet das Wort so viel wie „nichtssagende Redensart; formelhafte, leere Redewendung“.

Nach den oben geschriebenen Songzeilen kannst Du Dir vielleicht schon denken welche Floskel zu denen für mich mit am nervenaufreibendsten gehört. So flapsig wie wir gefragt werden „Wie geht’s?“ so lapidar antworten wir „Okay.“. Das machen wir regelmäßig, mehrfach am Tag und mit stetig wachsender Permanenz.

Jetzt denkst Du vielleicht ich lasse mich auf den folgenden Zeilen darüber aus, wie schlimm die sozialgesellschaftliche Entwicklung dahingehend fortgeschritten ist, dass die Leute nur noch fragen, ohne letzten Endes wirklich an der Antwort interessiert zu sein. Darüber bin ich hinaus. Etwas anderes bereitet mir an dieser Stelle viel mehr Kopfzerbrechen:

Wie oft schon hast Du, ohne darüber nachzudenken, mit „Okay.“ geantwortet?

Wann hast Du das letzte Mal in die wirkliche Antwort reingespürt?

Und woher weißt Du eigentlich noch wie’s Dir geht?

Wir sind so beschäftigt damit unser alltägliches Leben am Laufen zu halten und die uns zur Verfügung stehende Zeit effizient zu nutzen, dass wahre Befindlichkeiten oftmals gar keinen Platz mehr zwischen Pflichten, Socialising und Selbstverwirklichung finden.

Wir konditionieren uns im Außen so sehr auf das „Okay.“, dass unser Inneres zwangsläufig davon überzeugt wird. Ganz automatisch. Schließlich muss es so sein.

Nicht nur dass wir vergessen wahrheitsgemäß zu antworten, wir verlernen darüber hinaus uns selbst aufrichtig zu (hinter-)fragen.

Um über Deine aktuelle Situation, Deine Begrenzungen, Deine Box hinauszuwachsen ist es wichtig Dir ihrer bewusst zu sein.

Manchmal werden uns Dinge erst richtig klar, wenn wir sie schwarz auf weiß vor uns sehen.

Die folgenden Zeilen sind von mir, für Dich. Tu es mir gleich: Erzähl mir Deine Geschichte. Wie siehst Du deine aktuelle Situation? Was flüstern Dir Deine inneren Stimmen und vor allem: Wie geht’s Dir (damit)?

Vielleicht liest Du Dir Deine Worte anschließend noch einmal im Geiste vor, vielleicht sprichst Du sie noch einmal laut für Dich aus. Wofür immer Du Dich entscheidest – (Ich) Höre Dir zu.

Es war einmal…

Ich habe geliebt. Über 12 Jahre. Exzessiv und mit allem was ich hatte.

Dieser eine Mensch, er war bei mir und hat mir all seinen Glauben geschenkt. Wenn ich traurig war, hat er mir ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert. Wenn ich Angst hatte, hat er mir Mut zugesprochen. Wenn ich allein war, stand er mir zu Seite.

Der Mensch, der Dinge in mir gesehen hat, die ich selbst nicht vermochte zu erkennen. Wir erlebten zusammen die schönsten Momente und ließen gemeinsam das Unmögliche geschehen.

Das Lachen in seinen Augen bedeutete mir die Welt und sein grenzenloser Optimismus zündete Feuerwerke in den dunkelsten Stellen meiner Seele. Funken die in meinem Herzen loderndes Feuer entfachten. Wärme, die bis in die letzte Zelle meines Körpers vordrang und meine Synapsen tanzen ließ. Er war mein Peter Pan. Immer in der Gewissheit „Ich bin nicht allein.“.

Ein bisschen war es wie Laufen lernen. Ich war sooo schüchtern. Vom Boden aus träumte ich davon durchs Leben zu spazieren. Meine naiven Fantasien brachten mich immerhin zum Krabbeln – zumindest solange bis jemand zusah.

Irgendwann stand er plötzlich vor mir, breit grinsend über beide Ohren und reichte mir, ganz selbstverständlich, seine Hand.

Während er durchs Leben wippte, tastete ich mich Schritt für Schritt vor, um immer mal wieder das Gleichgewicht zu verlieren. Das war gut. Nach und nach lernte ich zu balancieren und das nicht jedes Straucheln auch den Fall bedeutete. Immer in der Gewissheit „Ich bin nicht allein.“.

Mit der Zeit wurden meine Bewegungen flüssiger und mein Abenteuersinn geweckt. Ich hopste über Steine und drehte Pirouetten, erst eine, dann immer mehr. Bis dass mir schwindelig wurde und ich seine Hand ergriff. Immer in der Gewissheit „Ich bin nicht allein.“.

Ich atmete tief durch, nahm all meine Kraft zusammen und irgendwann rannte ich los, einfach drauf los. Den Wind im Gesicht und die Sonne auf der Haut, bis mir die Beine brannten. Ich lachte, warf meine Haare im Wind und drehte mich freudestrahlend zu Dir zurück. Unvermittelt gaben meine Füße nach.

Du warst nicht mehr da.

Ich knickte um und brach zusammen. Hilflos. Verunsichert. Verloren. In der Gewissheit „Ich bin allein.“.

Seitdem liege ich hier und weiß nicht, wie es weitergehen soll, wie ich weitergehen soll. Das Feuerwerk ist der Dunkelheit gewichen, das Lachen verstummt und die Gedanken gelähmt.

Dieser eine Mensch, er war bei mir und hat mir all seinen Glauben geschenkt. Wenn ich traurig war, hat er mir ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert. Wenn ich Angst hatte, hat er mir Mut zugesprochen. Wenn ich allein war, stand er mir zur Seite.

Aus Gründen

Es geht mir (nicht) gut. Aus Gründen. Einer davon ist Liebe. Nicht diese Art Liebe über die du irgendwann den Kopf schüttelst. Es ist diese Art Liebe, die sich manifestiert. Diese Art Liebe, die alle Zeit überdauert. Und diese Art Liebe die nie vergeht. Puh, das klang pathetisch.

Ich liebe meinen Mann. Er ist mein bester Freund, mein Vertrauter und mein Verbündeter. Gäbe es ein Barometer für Idealismus, er sprenge es. Seine Sturheit unterliegt ähnlichen Maßstäben. Er hat mich Leichtigkeit gelehrt. Gleichzeitig kenne ich keinen Menschen, in dem mehr Schwere schwingt.

Mein Mann liebt die Natur. Und Tiere. Menschen weniger. Kabelloses Internet ist ihm suspekt. Leitungswasser auch. Gemüse baut er sicherheitshalber selbst an. Er genießt die Weite und Basketball. Außerdem liebt er Musik. Bevorzugt akkurat abgemischt und über den Kopfhörer. Er selbst redet nicht gern, hört dafür umso lieber zu. Je nach Erzähler.

Mein Mann ist lustig! Wenn er lacht, sehe ich in die Augen eines verwegenen Jungen. Dieses Flackern im Blick, kurz bevor er aus dem Stand ein Wettrennen startet. Für ihn scheint nichts unmöglich!

Trotzdem lebt er in Ketten. Ketten, die dem kleinen Jungen das Spielen verbieten. Ketten die mir lange als Schmuck dienten. Keine saisonalen IT-Pieces, eher zeitlose Klassiker.

You and I
Just have a dream
To find our love a place
Where we can hide away
You and I
Were just made
To love each other now
Forever and a day

Scorpions

Mein Mann liebt mich. Ich bin sein bester Kumpel, seine Vertraute und sein Gegenstück. Brächten schöne Gedanken zum Fliegen, mein Zuhause wären die Wolken. Mein Trotzkopf kennt ähnliche Höhenflüge. Ich habe ihn Güte gelehrt und mit demselben Geist unendlich viel Härte entblößt.  

Ich liebe die Natur. Und Tiere. Darüber hinaus Menschen. Konnektivität bedeutet für mich Synergie. Hier und da ein Glas Rotwein auch. Gemüse schnibbel ich lieber in Gemeinschaft. Ich blühe auf in Nähe und Kreativität. Außerdem liebe ich Musik. Am liebsten live und mittendrin statt nur dabei. Noch dazu rede ich unfassbar gern und höre mindestens genauso begeistert zu. Je nach Erzähler.

Meine Welt erlebe ich durch Kinderaugen! Ich betrachte Dinge, als sehe ich sie zum aller ersten Mal. Bedingungslos, explosionsartig und mitreißend! 

Rummel im Bauch, mit allen Höhen und Tiefen. Höhen und Tiefen, die einschüchtern können. Höhen und Tiefen, gleich einer Achterbahnfahrt. Keiner heiteren Bobbahn-Runde, eher dem rasanten Loopingbahn-Trip.

We are dreamers, all of our lives
We are dreamers, your dream will be mine
Forever, dream on dreamer

We are dreamers, that’s what we are
We are dreamers always light years apart
Forever, dream on dreamer

Scorpions

Mein Mann und ich sind eins. Gemeinsam sind wir Lachen, Realität und Nimmerland zur selben Zeit. Könnte man Empathie in Gold aufwiegen, Dagoberts Speicher reiche nicht aus. Unsere geballte Naivität hält dem die Waage. Wir haben einander Sicherheit gegeben. Damit gleichzeitig der Angst fruchtbaren Boden geschaffen.

Wir lieben die Natur. Und Tiere. Und einander. Feindseligkeit liegt uns fern. Ungerechtigkeit auch. Wir schöpfen aus Freiheit und aufrichtigen Worten. Wir lieben Musik. Den Gleichklang unserer Herzen. Es bedarf kein Reden, da es sich gemeinsam so schön lauscht. Ganz ohne Erzähler.

Zusammen sind wir Konfetti! Wenn wir einander berühren, bleibt die Welt einen Augenblick stehen. Gleichermaßen vergeht die Zeit wie im Flug.

Wir sind so vieles! Wir sind Ross und Rachel. Lily und Marshall. Peter und Wendy. Und doch kann letztlich nur einer Batman sein.

So verschieden unsere Gedanken, so gleich sind unsere Gefühle. Nicht diese Art Gefühle über die du irgendwann den Kopf schüttelst. Es ist diese Art Gefühle, die sich manifestiert. Diese Art Gefühle, die alle Zeit überdauert. Und diese Art Gefühle die nie vergeht.

Take my hand, the best is yet to come

Thinking of the times
How we laughed and cried
I wouldn’t change a thing
I couldn’t even if I tried
Through the wind and rain
The spirit of our song remains the same

And the best is yet to come

Scorpions

Ich liebe meinen Mann. Mein Mann liebt mich.

Es geht uns (nicht) gut. Wir haben uns getrennt. Aus Gründen. Einer davon ist Liebe.

Diese Sache mit der Selbstliebe

Mr. X: „Ich muss auch mal ich selbst sein und nicht immer in Beziehung sein.“
Pueppi134: „Behalt dir das Du-selbst-sein bei. Sonst ist jede Beziehung vertan.“

Klugscheißer. Also ich.
Kein Wunder, dass der Typ auf Abstand gegangen ist. na gut, zu 100% koscher war der jetzt auch nicht, aber hey – unsere Gemeinsamkeiten waren es schließlich die uns einander näher brachten.
Und genau da liegt der Hase im Pfeffer! Du lernst jemanden kennen, ihr mögt euch, glaubt ihr seid bei der Geburt getrennt worden, trefft euch… und lebt (als platonische Millennial-BFFs) glücklich bis an euer… Denkste.
Was sich nämlich jetzt einschaltet ist dein Hippocampus (Teil des Großhirns bei Säugetieren und beim Menschen). Der weiß nämlich noch ganz genau, dass du Mr. X schon mal irgendwann mochtest, Mr. X dich schon mal irgendwann mochte und dass selbiger Mr. X dann aber ziemlich blöd zu dir war, was du dann wiederum nicht mehr so mochtest. Dein Hippocampus hat übrigens auch abgespeichert, wie sich das Ganze für dich angefühlt hat. Und zwar assoziiert.
Ha! Jetzt kommst du.

Ich darf es vorweg: Spätestens beim zweiten Treffen liegen deine inneren Moll-Stimmen im dreistelligen Dezibel-Bereich.
Du magst den Typen. Sein Umfeld ist cool und überhaupt vertritt er coole Werte. Mit dem möchtest du befreundet sein. Aber will der auch mit dir befreundet sein? Du müsstest halt schon auch cool sein. Und witzig. Und lässig. Quasi unverkrampft. Das hat a damals auch schon so gut geklappt. Nicht. Wobei er damals vielleicht auch ein anderer Mensch war. So wie du ja wahrscheinlich auch. Oder?
Ihr schreibt ziemlich regelmäßig. Nichts wildes, aber es tut gut. Solange ihr Kontakt habt bist du quasi im Game. Platonisch versteht sich.

„…Denn ich hab‘ Angst,
dass ich was Dummes sag‘,
das dir nicht gefällt
Solltest du mich finden, will
ich nix sagen
Nur ein dummer Satz
würde dich gleich verjagen
Dann wärst du nicht mehr
verliebt in mich
Dann wärst du nicht mehr
verliebt…“


Antilopen Gang

Jetzt bloß nichts Falsches antworten! Vielleicht auch nicht ständig direkt nach zwei Sekunden. Der denkt noch du willst mehr. Sagt er tatsächlich auch irgendwann. Pfff… Idiot.
Ein Freund willst du sein. Na a und eben einen dazugewinnen. Schließlich sollte es mehr Menschen wie dich geben. #notyourwords
Vielleicht musst du einfach wieder ein paar Gemeinsamkeiten hervorheben. Am Anfang waren von denen schließlich zu Hauf da. Blöd nur, wenn Mr. X davon so gar nichts mehr wissen will. Nun denn.

Silencio

Schon seltsam wie unerträglich laut Stille daherkommen kann. Von wegen „Bässe massieren eure Seele.“ Ein Tremolo rotierender Gedanken. Die reinste Kakophonien-Komposition. Danke Peter.

„I think I need help
‚Cause I’m drowning in
myself
It’s sinking in
I can’t pretend that I ain’t
been through hell
I think I need help
I’m drowning in myself“

Papa Roach

So langsam hast du die Faxen dicke. Du fragst dich, wo bei der ganzen Chose eigentlich du geblieben bist? Sein wir mal ehrlich, bisher hast du vor allem eins aus der Sache mitgenommen: Selbstzweifel. Auf jeden Fall weißt du jetzt, was du alles nicht kannst. Bestandsaufnahme: Check.
Und da die vermeintlichen Gemeinsamkeiten, wie du jetzt weißt, auch eigentlich gar keine sind, kannst du getrost wieder dein eigenes Bühnenspiel feiern. Klingt plausibel. Für dein Ego allemal förderlich.
Zeit die Selbstzweifel zu zerschlagen!
Joggen konntest du noch nie? Schnapp dir dir Kopfhörer und ab in die Laufschuhe!
Du warst immer zu ungeduldig fürs Gitarrenspielen? Die Welt braucht mehr Leadgitarristinnen!
Für Französisch hat es in der Schule nicht gereicht? Versuch’s mit Spanisch!
Es war nie einfacher sich selbst wahrzumachen. Und darauf kommt es in einer guten Beziehung schließlich an oder?

„Ich muss auch mal ich selbst sein und nicht immer in Beziehung sein.“ …aber wenn, warum dann eigentlich nicht mit mir selbst?

XOXO, Pueppi134

Weil Du es Dir wert bist

Happy New Year, Happy New Me!

Nur zwei bis drei Kalenderblätter entfernt ist 2019 im Grunde bereits Geschichte. Die besinnliche Zeit ist passé und damit auch die Tage der präsilvesterlichen Selbstreflektion. Die ist wichtig, wenn Du vorankommen möchtest. Erstes Gebot: „Zufriedenheit bedeutet Stillstand!“. Zeit also in die Umsetzung zu kommen. Ein Hoch auf die Persönlichkeitsentwicklung! 2020 wird DEIN Jahr!

Bei all dem Enthusiasmus stellst Du dir über kurz oder lang folgende Frage: Bin ich eigentlich genug? – Du mein/e Liebe/r bist (für schlappe 99,-€ Spitzen-Rabatt-Preis) ein (verdammtes) Geschenk für die Welt! So oder so ähnlich startest Du nämlich Deine ganz eigene Heldenreise, mit direktem Steuer auf den Strudel der persönlichen Optimierung.

Ein Strudel ist ein Wirbel oder eine Stelle, an der sich das Wasser oder eine andere Flüssigkeit in einer kreis- oder spiralförmigen Bewegung nach unten bewegt, wobei sich in der Mitte eine trichterförmige Vertiefung bilden kann. Norddeutsch wird ein Strudel mit starker Gegenströmung auch eine Neer genannt. (Quelle: Wikipedia.org)

Eine Neer aus übermotivierten Menschen, die sich fortwährend befleißigen die beste, aber wirklich allerbeste (!) Version ihrer selbst zu sein. Und Du mittendrin.  Gut, dass es große Hallen gibt. Da können sich Gleichgesinnte treffen und gemeinsam bei Discobeleuchtung springen und klatschen. Um 11Uhr vormittags. Das macht man so, wenn man zufrieden ist, mit sich und der Welt. Grade so zufrieden zumindest, um nicht stillzustehen.

„…Jeder einzelne von euch könnte jetzt auch da draußen in der Sonne baden… Aber DU hast Dich für DICH entschieden…!“ …und für zu dicht gedrängte Körper… und verschwitzte Gruppenumarmungen.

Free Hugs im Eingangsbereich sind nichts für Dich? Halb so wild, Du bist vielleicht noch nicht soweit. Spätestens zum überteuerten Mittags-Catering steht Dein Herz offen. Zum Kaffee erfährst Du die exorbitante Kraft des 4-minütigen Augenkontakts mit einem absolut Fremden und das tosende Finale bilden drei Dutzend Wasserbälle und ein übersteuerter Shakira-Song, zu dem Du dein inneres Kind mal so richtig von der Leine lassen kannst. Mit dem hast Du dich jetzt nämlich connected. Bis Montagvormittag.

Zum Glück wir Du vorgewarnt, dass da draußen lauter Entwicklungsresistente warten, die sich an Deinem Scheitern laben. Jetzt wo Du voller Euphorie bist und Dir die Welt offen steht. Dass das aber auch keiner versteht. Also aus deinem Umfeld. Vielleicht gehst Du einfach zu noch einem Event. Schließlich bist Du der Durchschnitt der fünf Menschen mit denen Du dich umgibst …und da sind mindestens 800. Im Gleichklang klatscht es sich auch schöner.

Klingt zynisch? Zynisch ist, wenn Du dich fragst, warum Du 17 Veranstaltungen und 7.268,-€ später immer noch in Reihe drei, Gang B stehst und in der Pause grinsend Visitenkarten mit Menschen tauschst, die Du aller Wahrscheinlichkeit nach nie wieder siehst. Wenn Du realisierst, dass es nicht die „Diamanten“ und schon gar nicht die „Superstars“ sind, die im Pulk dem über-bezahlten Animateur huldigen. Wenn Du siehst wie ein Freund neben Dir, genau dieser Erkenntnis wegen, in Tränen ausbricht. Das ist zynisch.

In der Welt da draußen warten abertausende Abenteuer darauf gelebt zu werden und mit jeder Minute in einer dieser Hallen stirbt irgendwo ein kleines Stück (ungelebte) Geschichte. Discobeleuchtung hin oder her, Ängste werden nicht in großen Hallen besiegt. Schieb die Ärmel hoch und nimm dein Leben in die Hand! Schreib Deinen eigenen Soundtrack! Und wenn das bedeutet mit Freunden „da draußen in der Sonne (zu) baden… Aber DU hast Dich für DICH entschieden.“